Die tragbaren Hydraulitester der HT Reihe sind für den schnellen Anschluss an Hydraulikkreisläufen entwickelt worden, so dass Durchfluss, Druck und Temperatur einfach überprüft werden können, ohne dass Komponenten von der Maschine entfernt werden müssen.
Die Tester sind für Drücke bis zu 420 bar konzipiert und das eingebaute Belastungsventil ermöglicht die Simulation von Arbeitsbedingungen. Die Tester können dazu benutzt werden, um Druck sowie Durchfluss in beide Richtungen zu überwachen. Mit den Geräten können schnell und einfach Messungen an Zylindern, Motoren und hydrostatischen Getrieben vorgenommen werden. Das Risiko des falschen Anschlusses an einen komplexen oder unbekannten Kreislauf, wo die Durchflussrichtung unbekannt ist, wird ebenfalls vermieden.
Alle Test sollten unter normalen Arbeitsbedienungen durchgeführt werden, da mit steigender Temperatur das Öl dünner wird und die internen Leckagen größer werden.
Das Testen kann durch die Verwendung von Schnellkupplungen zum Anschluss der Tester beschleunigt werden. Vor Anschluss des Prüfgerätes sollten folgende Kontrollen im Hydrauliksystem durchgeführt werden: Tankinhalt, Freigängigkeit der Pumpe, Filterzustand, Ölleitungen, Kolbenstangen, äussere Leckagen.
1.3 Das Belastungsventil langsam schließen, um den Druck allmählich bis zum maximalen Pumpendruck zu steigern. Die dabei zu beobachtende Abnahme der Durchflussmenge gibt einen Hinweis auf den Zustand der Pumpe.
1.4 Die Fördermenge der Pumpe kann nunmehr bei Nenndruck mit den Leistungsangaben des Herstellers verglichen werden. Die Abnahme der Fördermenge vom Mindestdruck bis zum Maximaldruck ist ein Maß für den Zustand der Pumpe. Bei Verschleiss oder Pumpenschaden kann man als typischen Wert für den Abfall der Durchflussmenge 20 bis 30% annehmen. Wenn eine Pumpe sowohl bei Mindestdruck als auch bei maximalem Druck eine niedrige Förderleistung hat, liegt vermutlich ein Fehler auf der Saugseite vor. Verstopfte Ansaugfilter und Pumpenkavitation kann man durch Vergleich der Pumpenfördermenge bei verschiedenen Drehzahlen feststellen.
1.5 Diese Methode des Testens kann an verschiedenen Stellen im Kreislauf unter normalen Arbeitsbedingungen vorgenommen werden, um die einzelnen Hydraulikkomponenten zu überprüfen wie Pumpe, Wegeventil, Zylinder und Motor.
2.12 Pumpen-Test: Verbindungsleitung zum Steuerventil lösen und fortfahren wie in den Punkten 1.2, 1.3 und 1.4 beschrieben.
2.21 Wegeventil am T-Stück anschließen (siehe Abbildung 2). Die Ventile betätigen, Zylinder bis zum Anschlag ausfahren.
2.22 Das Belastungsventil am Tester langsam shließen; Druckanstieg und Durchfluss beobachten. Sobald das Druckbegrenzungsventil öffnet, sind der Durchfluss durch den Tester auf Null, da das Öl über das Druckbegrenzungsventil abfließt. Notieren Sie den Öffnungsdruck des Druckbegrenzungsventils. Sollte sich das Druckbegrenzungsventil unter dem vorgeschriebenen Druck geöffnet haben, stellen Sie es bitte nach. Es kommt häufig vor, dass Druckbegrenzungsventile bereits unter dem Solldruck öffnen, wodurch beträchtliche Leckagen und Leistungsverluste verursacht werden können. Beachten Sie auch die unterschiedlichen Kennlinien, die direkt gesteuerte und vorgesteuerte Druckbegrenzungsventile haben.
2.32 Das Belastungsventil am Tester langsam schließen. Druckanstieg und Durchfluss beobachten und die Werte notieren.
2.33 Wiederholen Sie die Prüfung nach Abschnitt 2.32 für alle Steuerventile in beide Bewegungsrichtungen. Notieren Sie alle Werte.
2.331 Wenn sich alle Hydraulikkomponenten in einem guten Zustand befinden, müssen die Druck- und Durchflussmessungen die gleichen sein wie in Abschnitt 1.0.
2.332 Sollte bei dieser Prüfung ein Abfall der Förderleistung auftreten, so kann auf Leckage in dem betreffenden Steuerventil oder Zylinder geschlossen werden. Zwecks Feststellung der genauen Fehlerstelle ist nach Abschnitt 2.4 zu verfahren.
2.333 Wenn der Abfall der Förderleistung in allen Ventilstellungen zu beobachten ist, kann ein Fehler im Druckbegrenzungsventil vorliegen. Es könnte jedoch auch eine andere Undichtigkeit im Steuerventil vorliegen, z.B. ein Dichtungsfehler oder Gussfehler. Wir empfehlen immer zuerst das Druckbegrenzungsventil zu überprüfen. Es ist erfahrungsgemäß die häufigste Ursache für Störungen in einem Hydrauliksystem.
2.4
Zusätzlicher Test zur Fehlersuche am Ventil oder Zylinder (siehe Abschnitt
2.332)
Leitung zwischen Steuerventil und Zylinder trennen, Öffnung am Steuerventil
mit einem Stöpsel verschließen.
2.41 Bringen Sie das Steuerventil in die Stellung, in der der größte Druckabfall festgestllt wurde.
2.42 Das Belastungsventil am Tester schließen, notieren Sie den Druck und die Durchflussmenge
2.43 Sollte sich der gleiche Abfall der Durchflussmenge eingestellt haben, wie im Test laut Abschnitt 2.332, dann handelt es sich um einen Fehler im Steuerventil. Wenn jedoch die Durchflussablesung höher ist und den Werten der anderen Steuerventile entspricht, dann handelt es sich um einen Fehler im Zylinder.
3.02 Leckage-Messung am Wegeventil
Den Tester anschließen wie in Abschnitt 3.01 geschildert, den Test wiederholen und die ermittelten Werte mit den Werten des Pumpentests in Abschnitt 1.3 vergleichen. Unterschiedliche Werte zeigen eine Leckage innerhalt des Wegeventils an. Tests an allen Druckanschlüssen wiederholen, um den Zustand des Wegeventils zu überprüfen. Ventilblock oder Ventilsegmente auswechseln, falls erforderlich.
Den Tester gemäß Abbildung B1 in Reihe anschließen und den Zylinder ganz einfahren. Dann den Zylinder ganz ausfahren. Notieren Sie den Durchfluss, Druck sowie die Zeit für das volle Ausfahren eines Zylinders. Vergleichen Sie Ihre abgelesenen Werte mit den Herstellerangaben. Wenn die Durchflussmenge korrekt, die Zeit für das Ausfahren des Zylinders jedoch zu lang ist, weist dies auf innere Leckagen am Zylinder hin. Bei zu niedrigem Durchfluss ist die Funktion des Steuerventils nach Abschnitt 3.0 zu prüfen. Durch Umschalten des Wegeventils können die Messungen in beide Richtungen vorgenommen werden.
Bi-directional Flow Testers
The cylinder may be tested in the other direction by selecting the directional valve lever and recording the flow.
Uni-directional Flow Testers
Open the loading valve and select directional valve to return the cylinder. To test the cylinder in the other direction, reconnect the tester to the other port and repeat test 3.11.
3.21 Die Leistung der Hydromotoren wird geprüft, indem man den Durchfluss mit der entsprechenden Motordrehzahl vergleicht. Den Volumenstromsensor mit seiner Anzeige in der Zuleitung zum Motor anschließen. Das Belastungsventil voll öffnen, Wegeventil betätigen und prüfen, dass der Motor im richtigen Drehsinn läuft. Motor unter normaler Belastung laufen lassen und dabei Durchfluss und Druckablesungen notieren. Ist der gemessene Durchfluss niedriger als in den Angaben des Herstellers oder niedriger als in dem Pumpentest in Abschnitt 1.0, ist die Funktion des Wegeventils zu überprüfen, siehe Abschnitt 3.0 .
ACHTUNG:
Nicht alle Hydromotoren können in umgekehrter Drehrichtung betrieben werden. Beachten Sie dazu die Angaben des Motorenherstellers.
3.23 Wenn der Motor nicht in umgekehrter Drehrichtung belastet werden kann, muss der Volumenstromsensor auf der anderen Seite des Motors angeschlossen werden. Die Prüfungen nach 3.21 und 2.22 sind dann für die andere Drehrichtung zu wiederholen.
3.31 Hydraulikmotoren und Zylinder können auch mit einer Schaltung gemäß Abbildung B2 geprüft werden. Hierzu wird der Hydrauliktester anstelle des Motors am Ventil angeschlossen. Das Belastungsventil voll öffnen, die Pumpe anlaufen lassen und das Wegeventil öffnen. Das Belastungsventil am Hydrauliktester langsam schließen. Notieren Sie Durchfluss und Druck. Ist der Durchfluss niedriger als vom Hersteller angegeben, oder niedriger als im Pumpentest nach Abschnitt 1.0 ermittelt, muss die Funktion des Wegeventils überprüft werden, siehe Abschnitt 3.0 .
Ist die Durchflussmenge richtig, aber die Geschwindigkeit zu langsam, so deutet dies auf einen defekten Motor oder Zylinder hin. Durch Umschalten des Wegeventils können Sie eine Prüfung in entgegengesetzter Durchflussrichtung vornehmen.
Vor Beginn der Fehlersuche sollten folgende Überprüfungen im Hydrauliksystem durchgeführt werden:
Problem Abschnitt |
Mögliche Ursache |
Fehlersuche nach |
Starkes Pumpengeräusch und schwankender Druck
Niedrige Förderleistung bei geringer Last |
Pumpenkavitation verursacht durch a) verstopften Saugfilter b) Verengung in der Saugleitung c) Pumpe saugt Luft durch undichte Stellen in der Saugleitung, in Ver- schraubungen, Dichtungen d) Pumpendrehzahl ist zu hoch |
1.0 ; 2.1 |
Nachlassende Leistung bei steigendem Druck in allen Hydraulikkreisen in einem Hydraulikkreis |
Innere Leckage in a) der Pumpe b) dem Hauptdruckbegrenzungs-ventil c) dem Wegeventil d) im Zylinder oder Hydromotor |
1.0 ; 2.1 2.2 ; 2.3 ; 2.4 ; 3.0 |
| Kein Lasthalten | Interne Leckage im a) Wegeventil |
|
a. übertriebene
Belastung
b. Flüssigkeitsviskosität ist zu hoch
a. behinderter
Abfluss nach Pumpe, Motor und Zylinder
b. Flüssigkeitsviskosität ist zu niedrig
Tankgröße zu klein. Der Tank sollte ungefähr 3 mal so groß sein wie die Kapazität der Pumpe. Abmessungen sollten erlauben, dass Zylinder die nötige Menge an Öl zur Extension und Retrektion zur Verfügung haben. Dieses trifft auch zu, wo viele kleine Zylinder im Ölkreislauf sind.
Mangelhafte Umlenkbleche im Tank
Innere Leitungs- oder Schlauchdurchmesser ist zu klein und verursacht somit eine hohe Geschwindigkeit.
Ventile sind zu klein und verursachen eine zu hohe Geschwindigkeit.
Mangelhafte Luftzirkulation rund um den Öltank.
Ventile des Systems sind zu hoch eingestellt.
Umgebungstemperatur um den Tank ist zu hoch.